Damit Vereinbarungen Hand und Fuß haben

Eine Betriebsvereinbarung ist ein Vertrag zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, der Rechte und Pflichten beider Parteien beinhaltet und als verbindliche Grundlage für alle Beschäftigten des Betriebs gilt. Inhalte von Betriebsvereinbarungen können beispielsweise die Kleiderordnung sein, der Umgang mit Internet, E-Mail oder Social Media oder auch Details zum Arbeitsschutz und Bildschirmarbeit. Der Abschluss neuer Betriebsvereinbarungen ist eine wesentliche Aufgabe von Betriebsräten, ebenso die regelmäßige Überprüfung bestehender Vereinbarungen. Das Zustandekommen von Betriebsvereinbarungen bedingt übereinstimmende Beschlüsse von Arbeitgeber und gesamtem Betriebsrat. Damit eine Betriebsvereinbarung wirksam ist, muss sie schriftlich verfasst werden und bestimmte Formalien erfüllen. Dabei gilt es, auch die neue Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zu berücksichtigen. Unterschieden wird weiterhin zwischen erzwingbaren und freiwilligen Betriebsvereinbarungen, und auch die Abgrenzung zu Tarifverträgen ist wichtig.

Betriebsräte, die am Abschluss von Betriebsvereinbarungen mitwirken, müssen wissen, wie sie sich auf Verhandlungen vorbereiten, welche Rechte und Pflichten sie haben und wie Umsetzung und Durchsetzung der Vereinbarungen im Betrieb erfolgen.

In unserem Seminar „Der richtige Weg zur Betriebsvereinbarung“ werden neben den wissenswerten Grundlagen auch verhandlungstaktische Aspekte aus praktischen Erfahrungen erörtert und Handlungsmöglichkeiten bei Verstößen gegen die Betriebsvereinbarungen aufgezeigt.

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Interessante Themen

Führungsrolle im Betriebsrat

Um es gleich vorwegzunehmen, der oder die Betriebsratsvorsitzende hat nicht mehr Rechte als die anderen Betriebsratsmitglieder, jedoch ist seine bzw. ihre Position mit etwas mehr Pflichten verbunden. Dem oder der Betriebsratsvorsitzenden obliegt es, das Gremium zu führen und aus Individualisten ein Team zu formen, das gemeinsam die Interessen aller Beschäftigten vertritt. Dabei gilt es, vor allem in Konfliktsituationen so zu agieren und zu reagieren, dass ein konstruktives und nicht ein impulsives Klima herrscht. Die Führungsrolle im Betriebsrat zu übernehmen ist nicht einfach, denn eine Weisungsbefugnis des oder der Vorsitzenden ist nicht gegeben. Es müssen jedoch Entscheidungen gefällt und Prozesse organisiert werden, denen nicht unbedingt alle Gremienmitglieder gleichermaßen positiv gegenüberstehen. Aufkommende Meinungsverschiedenheiten oder gar Konflikte gilt es intern zu bearbeiten und zusätzliche Brennpunkte mit Arbeitgebern müssen erkannt und gelöst werden. Deshalb ist es wichtig, in schwierigen Situationen sich und die Führungsrolle zu stabilisieren.

Das Seminar „Die Führungsrolle im Betriebsrat stabilisieren“ richtet sich an Betriebsratsvorsitzende, stellvertretende Vorsitzende und freigestellte Betriebsratsmitglieder, die ihre eigenen Stärken besser kennenlernen und mit unterschiedlichen Rollen klarkommen möchten. Im Seminar wird mit Methoden aus der systemischen Beratung individuell auf die jeweiligen Themen eingegangen und nach Lösungen und Maßnahmen gesucht. Dabei müssen diese nicht allein gefunden werden. Die gemeinsame Sicht schärft nicht nur die eigenen Lösungsansätze, sondern trainiert auch die Kommunikations- und Problemlösungsfertigkeiten. So wird den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, schwierige Themen besser zu meistern und sich in ihrer jeweiligen Rolle sicherer zu fühlen.

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IDEENMANAGEMENT

Immer stärker in den Fokus rückt bei vielen großen und mittleren Unternehmen das Bewusstsein, ihre Beschäftigten stärker in die Verbesserung der betrieblichen Abläufe einzubinden. Denn diese haben Tag für Tag den Einblick in Abfolgen und ihr Erfahrungswissen wird als wichtiger, erfolgsrelevanter Faktor für Verbesserungsprozesse angesehen. Die Aussage, dass sich der Wert eines Unternehmens in seinen Angestellten widerspiegle, findet seine praktische Umsetzung in der Anwendung des Ideenmanagements. Das Wissen der Beschäftigten soll für Produktivitätssteigerungen nutzbringend eingesetzt werden. Ebenso wirkt sich das das Vorschlagswesen positiv auf die Qualität der Produkte bzw. die Motivation der Mitarbeiter/-innen aus. Auch der Kundenservice, die Arbeitssicherheit und der Umweltschutz profitieren – und effektiver als gesonderte Projekte zur Kostenoptimierung sind sie allemal. Mit Schlagworten wie „Ideenmanagement“, „KVP“ (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) oder „Kaizen“ (japanisch für „Veränderung zum Besseren“) sind Konzepte und Methoden gemeint, die gezielt die Beschäftigten in die Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbinden.

Dabei gibt es natürlich einige Grundregeln und Faktoren zu beachten, die für ein erfolgreiches Ideenmanagement ausschlaggebend sind. Welche Vor- und Nachteile die Einführung und Umsetzung eines betrieblichen Vorschlagwesens haben kann, sollten Sie als Mitglied Interessenvertretung genau wissen. Denn Ihre umfangreichen Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten gibt Ihnen die Möglichkeit, hier Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren.

Unser Aufbauseminar „Ideenmanagement und Verbesserungsprozesse“ zeigt Ihnen, was zu beachten ist, und gibt Ihnen anhand von Praxisbeispielen Handlungsmöglichkeiten für eine betriebliche Vereinbarung.

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