SCHICHTMODELLE

Mitbestimmungs- und Ausgestaltungsmöglichkeiten des Betriebsrats

Flexible Schichtsysteme liegen im Trend betrieblicher Arbeitszeitgestaltung und gewinnen im Rahmen von „Industrie 4.0“ immer mehr an Bedeutung. Dabei geht es um eine auftragsbezogene Kundenanforderung und eine möglichst wirtschaftliche Auslastung von Betriebsnutzungszeiten. Flexible Schichtsysteme können für die Beschäftigten Chancen, gleichzeitig aber auch hohe Risiken fehlender individueller Lebensplanungsmöglichkeiten beinhalten. Bei Veränderungen wie der Neueinführung flexibler Schichtmodelle hat der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrechte und damit auch Ausgestaltungsmöglichkeiten. Diese können umso wirksamer werden, je mehr Planungen, Gesundheitsschutz und die Interessen der Beschäftigten in Einklang gebracht werden können. Neben der Anwendung von Mitbestimmungsrechten gibt das Seminar einen Überblick über die Planungs­ und Gestaltungsoptionen.

  • Trends flexibler Arbeitszeit und flexibler Schichtsysteme im Betrieb
  • „Kundenorientierte“ Schichtsysteme und Regelungsherausforderungen für den Betriebsrat in Zeiten von „Industrie 4.0“
  • Rechtliche Rahmenbedingungen (BetrVG, ArbzG, ArbSchG, MT V)
  • Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse und Gestaltung von Schichtsystemen
  • Planungsgrundlagen für Schichtplan und Personalbedarf
  • Schichtplanarten, ­-zyklen und ­-gestaltung mit Planungsdaten
  • Schichtplangestaltung und Gruppenstrukturen
  • Ziele und Prämissen der (flexiblen) Schichtplangestaltung für den Betriebsrat
  • Kriterien für die Bewertung von Schichtmodellen
  • Prämissen und Vorgehen zur Einführung neuer Schichtpläne
  • Wichtige Fragen zur Neueinführung von Schichtmodellen
  • Betriebsrat und Projektmanagement
  • Regelungspunkte in betrieblichen Vereinbarungen
Referent/-innen

Volker Ochs,
Beratungsbüro für Organisations­entwicklung, Saarbrücken

Die gewaltigen Veränderungen in Unternehmen und Verwaltungen beherrschen die Diskussionen um die Entwicklung der Arbeit: Veränderungsprozesse sind quasi zum Dauerzustand geworden. Sie zielen auf eine höhere Effizienz von Arbeitsabläufen, auf Produktivitätsverbesserungen und wirtschaftlichen Erfolg. Die Anforderungen an ein flexibles und kundenorientiertes Handeln sind vielfältiger geworden, was große Herausforderungen für Arbeitsgestaltung und Kompetenzentwicklung von Beschäftigten mit sich bringt. Die Einbeziehung von Erfahrungswissen spielt dabei eine wichtige Rolle. Geschäftsleitungen und Arbeitnehmervertretungen stehen daher gleichermaßen vor der Aufgabe, praxisnahe Beteiligungsformen zu entwickeln, um das Erfahrungswissen der Beschäftigten besser zu nutzen. Dies fördert Nachhaltigkeit und trägt zu mehr Arbeitszufriedenheit bei.