MOBILES ARBEITEN

Mitbestimmungs- und Ausgestaltungsmöglichkeiten des Betriebsrats

Immer mehr Betriebe reagieren auf die Wünsche der Beschäftigten und führen „mobile Arbeit“ ein. Die individuellen Arbeitsleistungen sollen dabei flexibel auch außerhalb eines festen betrieblichen Rahmens am bisherigen Arbeitsplatz abgeleistet werden können. Dies löst verschiedene neue Rechts- wie auch Regelungsfragen für den Betriebsrat aus. Im Frühjahr 2018 wurde zudem der „Tarifvertrag Mobile Arbeit“ in der Metallindustrie abgeschlossen, der bestimmte „Leitplanken“ für die betriebliche Ausgestaltung formuliert.

Bei der Einführung und Ausgestaltung von mobiler Arbeit haben die Betriebsräte zwar umfangreiche Mitbestimmungsmöglichkeiten, doch müssen diese mit eigenen Gestaltungsoptionen untermauert werden. Bezüglich der Ziele und Prämissen muss deshalb Klarheit bestehen. Ziel des Seminars ist es, sich neben der Anwendung von Mitbestimmungsrechten einen Überblick über die verschiedenen Gestaltungsoptionen wie auch über die umfangreichen Regelungsfragen zu mobiler Arbeit zu verschaffen. Eine Tarifbindung ist für das Seminar nicht erforderlich.

  • Bestandsaufnahme zu den betrieblichen Situationen
  • Trends und Wünsche zu mobiler Arbeit (Befragungsergebnisse)
  • „Mobile Arbeit“ – was heißt das überhaupt?
  • Vor­ und Nachteile mobiler Arbeit
  • Ziele und Dimensionen mobiler Arbeit
  • Überblick über die rechtlichen Grundlagen: BetrVG, ArbZG, Arbeitsschutzgesetz, MTV, TV Mobile Arbeit u. a.
  • Fragen und Checkliste zu mobiler Arbeit
  • Ziele und Prämissen für die Ausgestaltung von mobiler Arbeit
  • Regelungsherausforderungen und ­fragen des Betriebsrats
  • Rahmenbedingungen und Checkliste für die Ausgestaltung
  • Vorgehensweisen bei der Einführung mobiler Arbeit
  • Wichtige Regelungspunkte in einer betrieblichen Vereinbarung
Referent*innen

Volker Ochs
Industriesoziologe/Berufspädagoge M. A.,
Beratungsbüro für Organisationsentwicklung (bfo), Saarbrücken

Volker Ochs studierte Soziologie, Berufspädagogik und Arbeitswissenschaft. Mit seinem Beratungsbüro für Organisationsentwicklung berät er schwerpunktmäßig Arbeitnehmervertretungen der Automobil- und Elektroindustrie wie auch des Maschinen- und Anlagenbaus. Dabei begleitet er Betriebsräte bei den Veränderungsprozessen und berät sie, wie Arbeits- und Leistungsanforderungen zumutbar gestaltet werden können. Durch eine rechtzeitige und kritische Auseinandersetzung mit neuen Konzepten können bereits in den Planungsphasen die Maßnahmen und Umsetzungen beeinflusst und mitgestaltet werden.

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