LEISTUNGSBEURTEILUNG

Mitbestimmungsmöglichkeiten des Betriebsrats

Bei der Einführung neuer Leistungsbeurteilungssysteme hat der Betriebsrat nicht nur umfang­reiche Mitbestimmungsrechte, sondern es besteht ein hoher Aushandlungs­- und Regelungs­bedarf für das Beurteilungsverfahren. Die Regelungen müssen möglichst praxisnah erarbeitet, die Anwendung möglichst konfliktfrei mit den Betroffenen umgesetzt werden. Praxisgerechte Bestimmungen wie Leistungsmerkmale, Beurteilungskriterien und Beurteilungsstufen müssen zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung erarbeitet werden. Vorgesetzte wie Beschäftigte müssen mit den Bestimmungen umgehen können, die unmittelbar Auswirkungen auf die Arbeits­leistung und das Leistungsentgelt haben. Dies führt mitunter zu Streitpunkten, die in einem Konfliktverfahren zu klären sind.

  • Leistungsbeurteilung – was heißt das überhaupt?
  • Was heißt Leistung bezogen auf die Arbeitsaufgabe?
  • Was soll als Leistung beobachtet, bewertet und beurteilt werden?
  • Bewertungsmerkmale und ihre Anwendung
  • Bewertung nach Punkten und Bezug zum Leistungsentgelt
  • Ablauf eines Leistungsbeurteilungsverfahrens
  • Ausgestaltung eines Leistungsbeurteilungsgesprächs
  • Dokumentation der Beurteilungsergebnisse und Reklamationsverfahren
  • Vorbereitung der Betroffenen
  • Mitbestimmung bei Entgeltfragen nach § 87 Abs. 1 Satz 10/11 BetrVG
  • Regelungen nach § 94 BetrVG
  • Regelungen nach § 98 BetrVG
  • Mitbestimmungsrechte und Bezug zum Tarifvertrag
  • Regelungspunkte in einer Betriebsvereinbarung
  • Klärung eines Einführungsprozesses und Begleitung durch den Betriebsrat
Referent/-innen

Volker Ochs,
Beratungsbüro für Organisations­entwicklung, Saarbrücken

Die gewaltigen Veränderungen in Unternehmen und Verwaltungen beherrschen die Diskussionen um die Entwicklung der Arbeit: Veränderungsprozesse sind quasi zum Dauerzustand geworden. Sie zielen auf eine höhere Effizienz von Arbeitsabläufen, auf Produktivitätsverbesserungen und wirtschaftlichen Erfolg. Die Anforderungen an ein flexibles und kundenorientiertes Handeln sind vielfältiger geworden, was große Herausforderungen für Arbeitsgestaltung und Kompetenzentwicklung von Beschäftigten mit sich bringt. Die Einbeziehung von Erfahrungswissen spielt dabei eine wichtige Rolle. Geschäftsleitungen und Arbeitnehmervertretungen stehen daher gleichermaßen vor der Aufgabe, praxisnahe Beteiligungsformen zu entwickeln, um das Erfahrungswissen der Beschäftigten besser zu nutzen. Dies fördert Nachhaltigkeit und trägt zu mehr Arbeitszufriedenheit bei.