IDEENMANAGEMENT UND VERBESSERUNGSPROZESSE

Mitbestimmungsmöglichkeit des Betriebsrats

In den betrieblichen Arbeitskonzepten nehmen Beteiligungsformen für die Beschäftigten eine zentrale Stellung ein. Erfahrungswissen wird als wichtiger, erfolgsrelevanter Faktor für die Ver­besserungsprozesse angesehen. Das Wissen der Beschäftigten soll für Produktivitätssteigerungen nutzbringend eingesetzt werden. Hinter Schlagworten wie „Ideenmanagement“, „KVP“, oder „Kaizen“ verbergen sich Konzepte und Methoden, die gezielt die Beschäftigten in die Verbesse­rung der betrieblichen Abläufe einbinden. Dies kann Vor­-, aber auch Nachteile mit sich bringen. Welche Positionen sollen Betriebsräte dabei einnehmen, und wie sollen diese Methoden und die Einbeziehung der Beschäftigten geregelt werden? Wie können Betriebsräte ihre umfangreiche Mitbestimmungs­- und Gestaltungsmöglichkeiten einbringen, damit Chancen genutzt und Risiken minimiert werden? Das Seminar bietet ein Überblick über die Methoden und Instrumente zur Beteiligung der Beschäftigten an den Verbesserungsprozessen.

  • Arbeits­- und Produktionskonzepte sowie Verbesserungsmanagement mit den Beschäftigten
  • Geschichtliche Hintergründe von Konzepten wie „Ideenmanagement“, „KVP“ und „Kaizen“
  • Arbeitsprinzipien des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
  • Aufbau und Organisation von Verbesserungsprozessen
  • Verbesserungsideen, Verbesserungsvorschläge, besondere Arbeitsleistungen und die Frage ihrer Umsetzung und Abgeltung
  • Abgeltung von Verbesserungsvorschlägen und die Verbindung zum betrieblichen Vorschlagswesen (BVW)
  • Verbindungen zum Leistungsentgelt
  • Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats nach BetrVG
  • Handlungsmöglichkeiten und Gestaltungsprämissen des Betriebsrats
  • Beteiligung des Betriebsrats in den betrieblichen Projekten
  • Regelungspunkte in betrieblichen Vereinbarungen
  • Praxisbeispiele
Referent/-innen

Volker Ochs,
Beratungsbüro für Organisations­entwicklung, Saarbrücken

Die gewaltigen Veränderungen in Unternehmen und Verwaltungen beherrschen die Diskussionen um die Entwicklung der Arbeit: Veränderungsprozesse sind quasi zum Dauerzustand geworden. Sie zielen auf eine höhere Effizienz von Arbeitsabläufen, auf Produktivitätsverbesserungen und wirtschaftlichen Erfolg. Die Anforderungen an ein flexibles und kundenorientiertes Handeln sind vielfältiger geworden, was große Herausforderungen für Arbeitsgestaltung und Kompetenzentwicklung von Beschäftigten mit sich bringt. Die Einbeziehung von Erfahrungswissen spielt dabei eine wichtige Rolle. Geschäftsleitungen und Arbeitnehmervertretungen stehen daher gleichermaßen vor der Aufgabe, praxisnahe Beteiligungsformen zu entwickeln, um das Erfahrungswissen der Beschäftigten besser zu nutzen. Dies fördert Nachhaltigkeit und trägt zu mehr Arbeitszufriedenheit bei.