GANZHEITLICHE GEFÄHRDUNGSANALYSE/-BEURTEILUNG

Betriebsvereinbarung

Mit der Veränderung des Arbeitsschutzgesetzes aus dem Jahr 2013 rückt die Gefährdungs­beurteilung psychischer Belastungsfaktoren in den Mittelpunkt. Bei deren Umsetzung sind viele Entscheidungen zu treffen: Welche Tätigkeiten sollen analysiert werden? Welche Erhebungs­verfahren sollen genutzt werden? Wer soll in die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung eingebunden sein? Welche Verbesserungsmaßnahmen sollen umgesetzt werden? Zu all diesen Fragen herrscht volle Mitbestimmung des Betriebsrats. Bei der anstehenden Integration der psychischen Belastungen in die Gefährdungsbeurteilung sollten Betriebsräte ihre Mitbestimmungsrechte frühzeitig einfordern. Eine Betriebsvereinbarung ist durch den Betriebsrat erzwing­bar und sollte alle Details zur Umsetzung regeln, um Nachteile für die Beschäftigten zu vermei­den und das erarbeitete Analyseverfahren für die Zukunft zu sichern. In dieser Schulung werden alle wichtigen Aspekte der Gefährdungsbeurteilung angesprochen, die von Betriebsräten im Rahmen der Mitbestimmung zu regeln sind. Es werden konkrete Formulierungsvorschläge für einzelne Bausteine einer Betriebsvereinbarung zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belas­tungen erarbeitet und für die spätere Nutzung im eigenen Betrieb dokumentiert.

  • Rechtliche Grundlagen für die Gefährdungsbeurteilung
  • Urteile des Bundesarbeitsgerichts zur Gefährdungsbeurteilung
  • Mitbestimmung des Betriebsrats bei …
    • der Auswahl der Analyseinstrumente
    • der Schulung der beteiligten Personen
    • der Umsetzung von Maßnahmen
    • der Durchführung der Wirksamkeitskontrolle
    • der Dokumentation des Verfahrens
  • Umgang mit Streitigkeiten im Analyseprozess
  • Inhalte einer Betriebsvereinbarung zur Ermittlung von psychischen Belastungen
Referent/-innen

Matthias Holm,
Institut für Gesundheitsförderung und Personalentwicklung, Hannover

Das Institut für Gesundheitsförderung und Personalentwicklung (IGP) ist ein unabhängiges Fachinstitut zur Unterstützung von Betrieben und öffentlichen Verwaltungen bei der Gestaltung von menschengerechten Arbeitsbedingungen und dem Aufbau von beteiligungsorientierten Organisationsstrukturen. Menschengerechte Arbeitsbedingungen und Strukturen sind die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg jeder Einrichtung. Nur gesunde und in betriebliche Entscheidungen eingebundene Mitarbeiter sind motiviert und erfüllen die hohen Anforderungen in modernen Unternehmen. Auf dem Weg dorthin unterstützt das Institut für Gesundheitsförderung und Personalentwicklung durch den Aufbau von beteiligungsorientierten Strukturen. Handlungsorientierte Schulungen und Beratungen bieten Hilfe zur Selbsthilfe.